Terminal Review: Margot Robbie ist Chic Fatale in Empty Noir

Terminal Review: Margot Robbie ist Chic Fatale in Empty Noir

Rezensionen Terminal-Rezension: Margot Robbie ist Chic Fatale in Empty Noir

Margot Robbie’s Terminal ist Hyper Noir, das trotz all seiner Stylings und guten Darbietungen eher wie ein grelles Spaßhaus spielt.

„Mode kann man kaufen, aber Stil hat man“, sagte einst Kulturtasterin Irs Apfel. Während sie sich auf das Leben als Ostküstenkennerin und beliebte Restaurierungsdesignerin des Weißen Hauses bezog, trifft dies mehr als treffend auch auf Filme wie Terminal zu. Die kühle Affektiertheit einer eisigen, in Zigarettenrauch gehüllten Blondine auf einer mondbeschienenen Straße ist genauso in der DNA des Kinos wie Cowboyhüte und Superhelden-Umhänge – und egal was passiert, es wird immer so viel modischer aussehen. Doppelt so, wenn jemand so schick wie Margot Robbie diese Zigarette in der Hand hält. Trotzdem wird auch aller Chic der Welt einen ansonsten possierlichen Film nicht retten können.

Dies ist der Fall bei Terminal, einem stark stilisierten Hyper-Noir-Stück des neuen Drehbuchautors und Regisseurs Vaughn Stein, über eine Kellnerin/Stripperin/angehende Auftragsmörderin namens Annie (Robbie) und das Netz knurrender schwerer Fälle, in die sie verstrickt ist. Alles Mit purpurrotem Lippenstift und einem Cheshire-Grinsen, das so breit ist wie das in der Lewis-Carroll-Geschichte, die sie immer zitiert, erscheint Robbie als die Verkörperung dessen, was wir uns unter einer Femme Fatale vorstellen, und wie die Kamera und die Männer in ihrem Leben ist es alles zu leicht, ihr in den dunklen Ort zu folgen. Aber erst wenn Sie dort ankommen, werden Sie sich bewusst, wie leer Terminal ist und wie wenig von seinem eigenen Stil mehr als eine Persiflage viel besserer Geschichtenerzähler ist.

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Die kleine Geschichte, die es in Terminal gibt, wird hauptsächlich auf zwei getrennte Erzählungen reduziert, die sich nie ganz überschneiden. Der erste und unendlich fesselndere handelt davon, was passiert, wenn ein kranker Akademiker mit Todessehnsucht in den frühen Morgenstunden Annies All-Night-Diner betritt. An Krebs, einem Tumor oder einer unbekannten Kombination zwischen ihnen leidend, ist Simon Peggs Bill ein trauriger Sack, der auch der einzige Mensch in der neonbeleuchteten Schlinge ist und somit die perfekte Beute für seine Kellnerin. Neben ihm Platz zu nehmen und seinen Rauch anzuzünden, sind ihre Betörung und seine Gleichgültigkeit eine hervorragende Gesellschaft, besonders wenn sich das Gespräch auf ihr Lieblingsthema dreht: den bevorstehenden Tod.

Die andere Erzählung ist eher traditionelle Kleinkriminalität, an der zwei Killer (Dexter Fletcher und Max Irons) beteiligt sind, die ebenfalls in Annies Welt spazieren. Sie folgen ihr sogar durch den Kaninchenbau zu einem Stripclub mit dem wörtlichen Namen „Le Lapine Blanche“ (Das weiße Kaninchen), was sie in solchen Geschichten so kompetent aussehen lässt wie jedes andere Sündenbockpaar. Irons‘ jüngerer Attentäter wird schnell verführt, während Fletchers älterer Mörder unerklärliche Mike-Myers-Auftritte abwehren muss.

Wenn es eine Sache gibt, hat Terminal visuelles Flair zu ersparen. Mit den Titelkarten, die nur noch ein paar Neonlichter in der städtischen, verfallenen Einöde darstellen, spielt der Film in einer ungefähr so ​​realen Welt wie die auf den Covern von Mickey Spillane-Romanen. Alle schrägen Winkel und kontrastreiche, farbcodierte Beleuchtung, der Film ist in einer fröhlichen Dekadenz überflutet, mit der Kameramann Christopher Ross Spaß hat. Doch obwohl die Wirkung manchmal berauschend ist, kann sie oft auch erschöpfend sein, da ihr impliziter Nihilismus durch die Freude untergraben wird, einfach einen Film zu machen, der seine Hommagen so gut wie auf Werbetafeln schreibt.

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Als solches ist es ein bisschen so, als wäre man in einem grellen Spaßhaus gefangen: Die ersten 15 oder 20 Minuten ist es amüsant, aber nach 90 Minuten ist es überwältigend, den verzerrten Spiegel von Brian De Palma dort drüben und den Slip ’n zu sehen gleiten Sie hier zu den Archetypen von Guy Ritchie; Es gibt den Eingang mit der Ballontür, der genau das Bild von Quentin Tarantinos eigener Pulp Fiction ist, und ein Plot-Twist-Finale, das gleichermaßen Christopher Nolan und Bryan Singer zu verdanken ist.

Es gibt so viele intertextuelle Verweise, das wenige, was zwischen den Zeilen übrig bleibt, liegt ganz bei den Schauspielern. Als solches ist die Erzählung zwischen Robbie und Pegg definitiv merkwürdiger und merkwürdiger als jede der ziemlich oberflächlichen Szenen mit Irons und Fletcher. Simon Pegg ist selbst ein unterschätzter Schauspieler und spielt eine kleinere Rolle, die ihn in Ernsthaftigkeit versetzen lässt; er ist ein scheinbar unschuldiger Kerl, der zu einem unwürdigen Schicksal verurteilt wurde … es sei denn, Robbie kann ihm einen aufregenderen Gnadenstoß versetzen.

Trotz all der grandiosen Affekte des Films ist ein viel besserer kleinerer Film in Pegg und Robbie vergraben, die eine Brainstorming-Sitzung über Selbstmord haben, die auch nur einen Hauch vom Vorspiel entfernt ist. Da die Kamera und die Beleuchtung in den Hintergrund treten, darf Robbie einen voll ausgebildeten Fatal bauen, den Peggs schwankender Bill nicht überleben kann. Wenn der Film buchstäblich nur diese beiden in ihrer Kabine gewesen wäre, wäre Terminal vielleicht etwas Besonderes gewesen.

So wie es aussieht, scheint Terminal dazu bestimmt zu sein, vielleicht als Mitternachtsentdeckung auf Netflix oder VOD Kultanerkennung zu finden. Aber zu jeder anderen Tageszeit betrachtet, zerfällt es wie Glitzerhaufen im Morgenlicht.

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